Münchner Ergebnisse im Vergleich

In einem älteren Blogbeitrag habe ich die Münchner Wahlergebnisse der Piraten zu Bezirkstags-, Landtags-, Bundes- und Kommunalwahl mit den Ergebnissen in anderen großen bayerischen und deutschen Städten verglichen.
Der Vollständigkeit halber nun auch der Vergleich bei den Ergebnissen zur Europawahl.

Bayernweit liegen die Werte allesamt auf niedrigem Niveau. München liegt gleich auf mit den meisten anderen großen Städten. Einzig Würzburg konnte ein etwas besseres Ergebnis erzielen.

  • Würzburg 2,5%
  • Erlangen 2,2%
  • Fürth 2,1%
  • Bayreuth 2,0%
  • Augsburg 1,9%
  • Bamberg 1,9%
  • München 1,9%
  • Nürnberg 1,9%
  • Regensburg 1,9%
  • Ingolstadt 1,4%

Die Spanne der Wahlergebnisse ist unter den 15 größten Städten bundesweit etwas größer. Hier reiht sich München im Mittelfeld ein.

  • Berlin 3,2%
  • Dresden 2,7%
  • Leipzig 2,4%
  • Hamburg 2,2%
  • Bremen 2,0%
  • Dortmund 2,0%
  • Frankfurt 2,0%
  • Köln 1,9%
  • München 1,9%
  • Nürnberg 1,9%
  • Stuttgart 1,8%
  • Essen 1,7%
  • Düsseldorf 1,6%
  • Duisburg 1,4%
  • Hannover 1,3%

Die 1,9% bei der Europawahl entsprechen 8.083 Wählern. Verglichen mit der Landtagswahl (2,1%;11658 Zweitstimmen) und Bundestagswahl (2,5%;16.353 Zweitstimmen) ein deutlicher Rückgang.

Wenn man aus Piratensicht etwas positives von diesem Abend mitnehmen will, dann sind das die Ergebnisse der Kommunalwahlen in anderen Bundesländern. Über 100 neue Mandate konnten erlangt werden. Mit guter und beharrlicher Arbeit kann man eventuell verloren gegangenes Vertrauen zurück gewinnen.

Wobei natürlich all das nicht hilft, wenn nicht Landesverbände und der Bundesverband ein besseres Bild abliefern. Die Aufgaben sind mit dem heutigen Wahlergebnis nicht weniger geworden. Das Erstarken von nationalen, rechtspopulistischen und rechtsradikalen Kräften ist erschreckend. Als solidarische europäische Partei sollte man auf diese Entwicklungen Antworten finden. Und durch unsere Geheimdienste werden wir natürlich immer noch alle überwacht! Leider befürchte ich, dass das schlechte Wahlergebnis der Europawahl den Flügelkampf innerhalb der Piratenpartei nur noch stärker befeuern wird und dadurch inhaltliche politische Arbeit und entsprechende Kampagnen weiter verhindert werden.

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