Markus Kompa – Piraten über Presse (1)

Der Wahlkampf ist vorbei, Zeit sich endlich wieder mit wichtigen Dingen zu beschäftigen: GENDERPOPENDER. Eigentlich wollte ich bei diesem Thema über das in Bayern beschlossene Positionspapier bloggen, welches die Überwindung des Patriarchats zum Thema hat. Insbesondere wollte ich konkrete Handlungsimplikationen daraus ableiten, denn bei der Umsetzung des Antrages auf lokaler Ebene gibt es leider massiven Nachholbedarf.

Aber leider muss dieser Blogpost noch etwas warten, die Schmähkritik von Markus Kompa über die feministische SZ Autorin Hannah Beitzer kam mir in die Quere. Diesen Artikel fand ich direkt nach dem Lesen so fehlerhaft, dass ich unmittelbar gewohnt souverän emotional auf Twitter reagiert habe. Nun sehe ich mich in der Pflicht meine Aussage sachlich und etwas ausführlicher zu begründen.

Kurz zusammengefasst beschreibt Markus Kompa die Journalistin Hannah Beitzer als “eifrig missionierende Feministin”, die ihr journalistisches Handwerk nicht beherrscht und uns wegen der fehlenden Frauenquote niederschreibt und uns noch dazu ewig als “offen für rechts” verunglimpft. Ein paar Zitate aus seinen Beiträgen dazu, eine detaillierte Einzelkritik seines Beitrages folgt in meinem zweiten Teil.

” Statt qualifiziert zu berichten oder wenigstens beim Thema zu bleiben, nahm Frau Beitzer jedoch die Piratenpartei stets zum Aufhänger, um über ihr privates Lieblingsthema Feminismus zu dozieren.”, “… scheint Frau Beitzer ähnlich gefuchst zu haben wie eine abgewiesene Liebhaberin.”, “Da aber Frau Beitzer außerhalb Berlins ohnehin praktisch keine Piraten wahrnimmt, muss das nichts bedeuten.”, “Aber Recherche ist nicht so Frau Beitzers Ding.”, “Während Frau Beitzer für ihr Frauen-Thema stets Zeilen erübrigen konnte, fiel sie durch inhaltliche Befassung eher selten auf.”, “Seriöse Journalisten hätten sich an Stelle von Frau Beitzer gefragt”, “Und dann rülpst Frau Beitzer im Herbst 2013 eine derart ehrabschneidende Unterstellung?”, “Mit der Beschäftigung von überforderten Assoziationsautorinnen, die von journalistischem Handwerk vermutlich nicht einmal gehört haben …”, “Wenn aber eine Journalistin zwei Jahre lang ständig Genderthemen haben will, obwohl wir uns mit anderen Dingen beschäftigen, und dann in ihrem Resümee den Eindruck erweckt, wir wären Sexisten und offen nach rechts, dann ist das nicht mehr nur schwacher Journalismus, sondern irgendwas ganz anderes.”

Faktencheck

Als regelmäßiger SZ Leser schienen mir die Vorwürfe von Markus Kompa sofort ungerechtfertigt, ich versuche nun aber dies sachlich und objektiv zu überprüfen. Dazu habe ich eine Tabelle mit allen* online verfügbaren Artikeln der SZ über die Piratenpartei erstellt.

* Vermutlich ist die Übersicht noch nicht vollständig und nicht fehlerfrei. Weitere Artikel können gerne direkt in der Tabelle ergänzt werden oder verlinkt sie hier in den Kommentaren. Ich halte die 153 Artikel aber für aussagekräftig genug, an der Tendenz sollte sich kaum was ändern.

Rechts offen?

Zu Erst zum Vorwurf, Hannah Beitzer würde uns in die rechte Ecke stellen bzw. uns als rechts offen bezeichnen.
In den 153 online verfügbaren SZ Artikeln erwähnen 14 15 dieses Thema. Das sind ca. 10%. Bei den 58 Artikeln von Hannah Beitzer die ich gefunden habe wird das Thema bei 5 6 Artikeln erwähnt, was somit keineswegs über dem Durchschnitt ihres Blattes liegt. Wobei die rein quantitative Analyse nicht ausreichend ist, schauen wir uns die besagten 5 6 Artikel genauer an:

  • 6.11.11 – Endlich haben wir unseren Generationenkonflikt!
    Diesen Artikel bewerte ich grundsätzlich anders als Markus Kompa. Diesen, einer der ersten Artikel von Beitzer über die Piraten, empfinde ich als unheimlich positiv. Einer der Argumentationslinien ist dort: Die Piraten haben Fehler, die Piraten haben Probleme, aber trotzdem bzw. genau deswegen sind sie mir ihrer jungen frechen Art ein Gewinn für die Politik. Als Beispiel für die Probleme werden im langen Artikel kurz das “nicht links nichts rechts” Dogma und der Umgang mit ehemaligen NDP-Mitgliedern erwähnt. Aber lest selbst und macht euch eine Meinung.
  • 17.4.12 – Rechter Pirat darf in der Partei bleiben
    Dieser Artikel kommentiert das gescheiterte Parteiausschlussverfahren gegen Bodo Thiesen, greift aber auch viele weitere aktuelle Verfehlungen von Piraten auf. Nett ist der Artikel nicht, aber das sind die dort beschriebenen Vorfälle auch nicht.
  • 19.04.12 – Parteifreunde fordern Berliner Piratenchef zu Rücktritt auf
    Ein meiner Meinung nach relativ neutraler Artikel über das damalige Gate.
  • 24.04.12 – Piraten werfen früheren NPDler raus
    Artikel über erfolgreiches Parteiausschlussverfahren gegen ein ehemaliges NPD Mitglied in Mecklenburg-Vorpommern. Für mich völlig ok, aber lest selbst.
  • 16.05.12 – Berliner Piratenchef Semken tritt zurück
    Kurzer, meiner Meinung nach sehr neutraler Artikel.
  • 1.10.13 – Sie sind viele, sie sind marginal
    Dieser nach der Bundestagswahl erschienene Artikel zeichnet wahrlich kein schönes Bild über die Piratenpartei. Aber seien wir mal ehrlich, das Wahlergebnis war auch beschissen. Als Artikel, der fehlende Abgrenzung nach Rechts thematisiert, ist mir dieser zu Erst nicht aufgefallen. Aber nachdem Kompa diesen genau dafür als Beleg heranzieht habe ich ihn mir nochmal genauer angeschaut. Folgenden Abschnitt habe ich gefunden:

    Dieser wiederum hält dagegen, dass mitnichten das Programm, sondern das Auftreten der Partei die Wähler abgeschreckt habe. Tatsächlich hatte sie bis kurz vor der Wahl häufiger durch Personalquerelen, Shitstorms und unbedachte Äußerungen ihrer Vertreter auf sich aufmerksam gemacht als durch politische Arbeit. Viele dieser unbedachten Äußerungen spielten sich irgendwo zwischen Sexismus und der mangelnden Abgrenzung von rechts ab.

    Hier kann ich die von Kompa geforderte Lesekompetenz nur zurückfordern. Ich kann im Artikel in keinster Weise erkennen, dass Frau Beitzer die Piratenpartei im Herbst 2013 für rechts oder auch nur für rechts offen hält. Sondern hier wird versucht das schlechte Wahlergebnis zu erklären. Und die Analyse, dass die enorm hohe Anzahl von Gates uns massiv geschadet hat, ist sicherlich richtig. Und unter diesen Gates waren tatsächlich mehrere, die mit mangelnder Abgrenzung nach Rechts zu tun hatten. Auf die meisten haben wir gut reagiert, nicht desto trotz, diese Gates haben uns sicherlich massiv geschadet.

Alles in Allem halte ich den Vorwurf Hannah Beitzer würde uns bewusst in die rechte Ecke schreiben an Hand der Fakten vollkommen haltlos.

Die feministische Weltverschwörung.

Zum zweiten Vorwurf, Frau Beitzer würde über uns ausschließlich mit ihrer feministischen Agenda berichten, ebenfalls eine quantitative Analyse. Von den 153 online verfügbaren Artikeln konnte ich 12 13 finden welche das Genderthema thematisieren. Knapp 9% also. Davon sind 8 von Frau Beitzer. Bei 58 Artikeln insgesamt (14%) liegt sie damit über dem allgemeinen Durchschnitt in der Berichterstattung über die Piratenpartei in ihrer Zeitung. Aber schauen wir uns auch hier die einzelnen Artikel an:

  • 6.11.11 – Endlich haben wir unseren Generationenkonflikt!
    Erneut wieder der meiner Meinung nach ausgespochen piratenfreundliche Artikel. Der Artikel ist sehr lang, am Anfang wird der kurze Satz “Wie, die haben keine Frauenquote?” benutzt, aber wie bereits gesagt meiner Meinung nach nicht in einem negativen Ton. Kompa sieht dies anders, empört sich darüber, dass das Konzept “postgender” nicht erwähnt wird. Dabei wird genau dieses Stichwort weiter hinten im Artikel angesprochen: “Den Frauenanteil in der Partei etwa: Muss man ihn steigern? Oder sind wir eh alle post-gender?”
  • 8.03.12 – Ellenbogen raus!
    Ein Artikel anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März. Dementsprechend auch mit einer klaren Agenda. Die Piraten sind dabei nur eine von vielen Parteien die kritisiert wird. Muss einem nicht gefallen.
  • 8.03.12 – Was den Piraten von der Piratin trennt
    Ebenfalls ein Artikel zum Frauentag. Gibt meiner Meinung nach relativ neutral die Ergebnisse der Kegelklub Umfrage wieder. Zu dieser Umfrage gab es eine Pressekonferenz, die Berichterstattung war also von der Partei gewünscht.
  • 9.03.12 – Piraten leiden unter Feminismus-Paranoia
    Der dritte Artikel innerhalb von kürzester Zeit. Ich vermute, dass es nur einer davon in die Printausgabe geschafft hat. Es geht erneut um die Kegelklub Umfrage, allerdings diesmal mit einem deutlich negativeren Ton. Ich vermute, dass der Shitstorm, der sowohl auf die Kegelklub Protagonisten als auch auf Hannah Beitzer am Vortrag herabregnete, sein Übriges getan hat.
  • 20.03.12 – “Sechs oder sieben Prozent wären ein Traum”
    Interview mit Jasmin Maurer, dabei kommt die Frage nach der Frauenquote. Machen wir auf Parteitagen auch gerne.
  • 16.11.12 – Wenn Piraten zu Piratinnen werden
    Artikel der die zum damaligen Zeitpunkt sehr geringe Anzahl von Frauen auf aussichtsreichen Listenplätzen für die Bundestagswahl thematisiert. Ist natürlich blöd das breitzutreten, aber leider waren unsere vorderen Listenkandidaten zum damaligen Zeitpunkt tatsächlich größtenteils weiß und männlich.
  • 18.09.13 – Zu prominent, um Piraten zu gefallen
    Diesen Artikel habe ich zu Erst nicht als Artikel mit Genderthema identifiziert. Nachdem auch dieser von Kompa kritisiert wird habe ich beim zweitem Lesen im sehr ausführlichen Portrait über Anke und Daniel Domscheidt-Berg folgenden Satz gefunden: “Doch ungeachtet der inhaltlichen Überschneidungen wurde die Feministin in Online-Kommentaren regelmäßig als grünes U-Boot beschimpft.” Ähh, stimmt.
  • 01.10.13 – Sie sind viele, sie sind marginal
    In ihrer kritischen Analyse nach dem schlechten Wahlergebnis der Bundestagswahl wird auch das Thema Sexismus erwähnt. Dabei gibt es sogar einen Verweis auf Peter Mühlbauer, Journalist bei Heise. Ansonsten siehe meinen Kommentar zum Artikel oben.

Man muss diese 8 Artikel nicht mögen. Aber die Süddeutsche ist leider nicht das Propagandamedium der Piratenpartei und Journalisten dürfen durchaus eine eigene Meinung haben.
Man lese sich bitte nochmal die Vorwürfe, Beleidigungen und verächtlich herabsetzende Kommentare von Markus Kompa über Hannah Beitzer durch. Und dann die 8 verlinkten Beiträge oben und gerne auch die weiteren 50 Artikel von ihr in der SZ. Für mich ist es angesichts der Fakten eine vollkommen überzogene und ungerechtfertigte Kritik und ich erwarte eine öffentliche Entschuldigung von Markus Kompa.

Die tieferliegende Konflikte

Interessant ist der Blogartikel von Kompa für mich, weil sich für mich dahinter eine enorme Enttäuschung und Wut verbirgt. Kompa steht für mich für all die Piraten, die schon vor der Gründung der Piratenpartei vor dem Überwachungsstaat gewarnt haben. Spätestens seit 2009 gab es dann sehr viele Piraten, die unheimlich kompetent vor Internetüberwachungsmaßnahmen gewarnt und innerhalb ihrer Möglichkeiten protestiert haben.

Mit den Enthüllungen von Snowden wurden die kühnsten Verschwörungstheorien Realität. In der Piratenpartei ist eine unheimliche Kompetenz vorhanden, gehört hat man davon so gut wie nichts. Gefühlt gab es mehr Berichte über Genderthemen in der Piratenpartei als über Aktionen gegen Überwachung der Piratenpartei. Und tatsächlich gab es wesentlich mehr Presseberichte über Streitereien in der Piratenpartei als über Statements von uns zur NSA-Affäre. Das kotzt mich genauso an wie viele anderen auch.

Allerdings ist es ein trügerischer Fehlschluss hier einen kausalen Zusammenhang herzustellen. Wie ich selbst auch schmerzhaft feststellen musste: Streitereien, gerade zwischen prominenten Piraten, Beleidigungen oder vermeintliche Sex Skandale haben einen weit höheren Nachrichtenwert als unsere langweiligen Pressemitteilungen.

Auch wenn weniger Gates unserem Image sicherlich genutzt hätten, die Vorstellung die Abwesenheit von Gates oder die Abwesenheit von Artikeln über Genderthemen hätte die Pressepräsenz von uns zu NSA Themen erhöht halte ich für maximal naiv. In Redaktionen wird nicht beschlossen an einem bestimmten Tag einen Artikel über Piraten zu machen und diesen entweder über GateX oder über InhaltX zu machen.

Wir haben es nicht geschafft zur Überwachungsaffäre überzeugende Lösungen anzubieten und wir haben es nicht geschafft zu diesem Thema eine einheitliche Kampagne aufzubauen und wir haben es nicht geschafft zu diesem Thema in den Medien unseren Ansprüchen gemäß vertreten zu sein.

Welche Gründe dies hat, das wäre eigentlich ein interessantes Thema über das wir zur Zeit diskutieren könnten. Meine Ideen dazu folgen im nächsten Blogbeitrag. Der Schluss die Medien seinen Schuld, oder wie im aktuellen Fall eine einzelne feministische Journalistin sei Schuld, halte ich aber auf jeden Fall für deutlich zu kurz gegriffen.

3 Kommentare

  1. 1
    Nadine Englhart

    Wir diskutieren über eine Journalistin, die uns zu einem überflüssigen Bestandteil der Parteienlandschaft erklärt hat, und geben ihr damit zu verstehen, daß uns ihre Meinung kümmert. Super, Jungs. Echt toll. Darf ich mal die wirklich relevanten Sprachelemente aus einigen Artikeln zitieren?

    marginal; ratlos , ordentlich eins auf den Deckel bekommen; übliche Fehleranalysen; Ratlosigkeit; schwierig; mit der Aufmerksamkeit ist es vorbei; Machtlosigkeit; am Rande wahrgenommen; Wo sind die Piraten?; Demos, Krypto-Parties, Petitionen, Strafanzeigen verpufften; abschreckendes Auftreten; unbedachte Äußerungen; massives Geldproblem; Mini-Budget; Ratlosigkeit; Problem; aufbrechende Gräben; mühsam; Genick gebrochen; Personalquerelen, Shitstorms, unbedachte Äußerungen; Kopf zerbrechen; Wozu also noch die Piraten? (1. Oktober 2013)

    Aktivismus macht noch keine Partei; schwächelnde Partei; hörte man nicht viel in der Debatte; Umfragewerte stagnieren; reicht nicht; Skepsis mehr als berechtigt; sagt wenig aus; den Piraten fehlen …; Machtkämpfe; Skandale und Skandälchen; Skandale und Skandälchen; Risiko; nur noch wenig Zeit; (8. Juli 2013)

    Who the fuck is …?; Kennen Sie eigentlich …?; weniger geglückt; weniger geglückt; Teil der Piraten hasst ihn; skandalträchtige Wortbeiträge; Kleinpartei ohne Regierungsverantwortung; gerade etwa drei Prozent; Interessiert sich jemand dafür …?; Skandälchen; Ist das eigentlich noch Politik? Oder schon ein Fall für die Knallpresse?; Piraten behaupten; miteinander umgehen wie Kleinkinder, die sich gegenseitig Sandkastenförmchen gegen den Schädel donnern; hochtrabend; Streiterei; “Klima der Angst”; stinksauer; zu den Ohren rauskommen; tapfer; Kindergartenkinder mit Sandkastenförmchen (10. Juni 2013)

    Lücken im Programm; Baustellen; viele Chancen [...] bleiben nicht mehr; innerparteiliche Streitereien; Posse; Kritik; entnervt; verkracht; nehmen übel; Frust über innerparteiliche Diskussionskultur; glücklose Kandidatur; befürchten; bemängeln; manipulieren; unmöglich; nie; Partei brach unter dem Druck zusammen; verpaßte den Einzug; erschöpfte Ehrenamtliche; innerparteilicher Streit trübte die Stimmung; Partei stolperte; Skandal; hilflos; enttäuscht; keine leichte Aufgabe (10. Mai 2013)

    Chaostruppe; frustrierte Mitglieder; enttäuschte Mitglieder; schlechtes Bild; Streitereien; Rücktritte; enttäuschte Mitglieder; Chaostruppe; Chaos; fragwürdig; drei Prozent; dürftig; frustrierte Mitglieder; Angst; Unmut (27. April 2013, Interview, Titel, Fragen und Teaser)

    verkrachter Vorstand; absurdes Schauspiel; Piraten-Kapitän; digitale Boheme; heftiger Streit; unterirdisch; beschimpfen; schimpfen; Standardsätze; [die Partei ] wird ausschließlich über ihren internen Streit wahrgenommen; verwirrende Umfrage; Monate des Streits, Streit (4. März 2013)

    Piraten verpennen den Protest; peinlich; Politneulinge; verspätet (18. Januar 2012)

    heftige Debatte; erbittert; Streitthema (4. Dezember 2011)

    fehlende Inhalte; chaotische Struktur; läßt sich nicht mit Kategorien fassen; keine Meinung zu Krieg oder Frieden in Afghanistan; keine Frauenquote; wissen nicht mal, ob sie rechts oder links sind; kommen nicht klar; nur ein bisschen Internet für alle; enttäuscht; freundliche, blasse, etwas naive Computerfreaks; “Wo ist da das Charisma?”; naiv; absurde Szenen; kopfschüttelnd; Chaos-Truppe; Polit-Amateure; Planlosigkeit; Chaos-Truppe; streiten; NPD-Mitglieder; wenn alles durcheinanderschreit, sich widerspricht, ist bei den Piraten der gewollte Normalzustand; Truppe; interne Streitereien; auch in Zukunft viel Zoff; Vielleicht werden sie als Partei sogar scheitern; verändern am Schluss vielleicht nur ein bisschen was (6.11.2011)

    Antworten liefern sie kaum; liest vom Blatt ab; junge Wilde; Konkrete Antworten haben die Piraten nicht; wenig konkretes; ganz schönes Kuddelmuddel; reine Spaßtruppe; mehr [Prozentpunkte] als die echten [!!] Liberalen (5. Oktober 2011)

  2. 2

    Entschuldigen Sie bitte, aber die Auflistung dieser Artikel gibt eher dem Herrn Kompa Recht, als dass sie Ihre Ausführungen stützen würde.

    Ich bin selbst langjähriger Abonnent der SZ und komme aus einem traditionell linksliberalen Milieu der Münchner Mittelschicht. Als SZ-Leser und Nichtmitglied, aber Sympathisant der Piraten, sind mir die tendenziösen Artikel von Frau Beitzer ebenfalls mit befremden aufgefallen. Die Debatte über angeblich “rechte” Mitglieder war damals z.B. eine an den Haaren herbeigezogene Überhöhung von Einzelfällen, die absurderweise zum strukturellen Problem dieser immer schon weltoffenen Partei verklärt wurde. Das war Frau Beitzer sicher nicht alleine, aber von einer seriös arbeitenden Journalistin könnte man redaktionelle Mindeststandards erwarten, die sich von denen einiger wildgewordener Lautsprecher auf Twitter deutlich unterscheiden sollten.

    Ich hatte mich ja gewundert, wieso da von Seiten der Piraten nicht früher mal jemand diese Methoden hinterfragt hat. Pressefreiheit wird leider sehr häufig verwechselt mit der Tatsache, dass Objekte journalistischer Berichterstattung ebenfalls das Recht auf öffentliche Gegenkritik besitzen: Das nennt man Meinungsfreiheit. Und Herr Kompa hat da lediglich einen Artikel geschrieben, der Dinge beschreibt, die auch Außenstehenden wie meiner Person aufgefallen sind.

  3. 3

    Ich laste das schwache Ergebnis nicht der Presse an
    -> http://www.kanzleikompa.de/2013/10/09/seemannsgarn-gallionsfiguren-und-mehr-frauen-hauptstadtjournalisten-unter-piraten/

    Ich bin Medienkritiker und kritisiere eine durchgehend schwache journalistische Leistung.